First Spear E+R-Waist Bag

In oder out? Sind Bauchtaschen noch / wieder zeitgemäß?
Ganz klare Antwort: JA! Das zumindest hat uns Dwayne "The Rock" Johnson als Bob im Film "Central Intelligence" im Jahre 2016 bewiesen. Dort spielt er einen CIA-Agenten, der sogar mit seinem Fanny-Bag schlafen geht. Und ich gehe sogar noch einen Schritt weiter mit meiner Behauptung, dass Sie immernoch zeitgemäß sind! Bauchtaschen sind nicht nur eine Modeerscheinung, sie sind eine Art Lifestyle! Es ist der Inbegriff von "Bereit sein!" Denn der größte Vorteil dieser, meist frontal getragenen Taschen ist, dass man seine darin verstaute Ausrüstung immer griffbereit hat. Egal ob Waffe, Lampe, IFAK oder Ausweise, man spart sich das Abnehmen und anschließende durchsuchen vom Rucksack. Ein weiterer Vorteil ist, dass man eben diese Ausrüstung immer im Blick hat und somit vor ungewünschten Zugriffen (besser) schützen kann.
E+R-Waist Bag von First Spear - die etwas andere Tasche!
Wer ein wenig im Internet nach Bauchtaschen sucht, wird schnell merken, dass man schnell überfordert sein kann. Es gibt nicht nur etliche Hersteller mit verschiedenen Designs, nein, es gibt auch noch etliche Hersteller, wessen Produkte sich sehr ähneln und eine Auswahl schwieriger gestalten. Allerdings gibt es auch Ausnahmen, wie zum Beispiel bei First Spear. Mit der E+R wurde ein föllig anderer Weg eingeschlagen. Nicht umbedingt beim Design, sondern vielmehr bei der Materialwahl. Denn neben dem Hauptmaterial, robustes 500Den Cordura, wurde für die Fronttasche ein 4-Wege-Stretch-Material verwendet. Hierzu später mehr.
Die Tasche im Detail:

Immer Griffbereit! Egal ob Tourniquet, ein Windbreaker oder sogar eine Trinkflasche- das elastische Gurtband auf dem Deckel bietet genug Spielraum, um Ausrüstung on-top mitzuführen.

Alternativ kann man es aber auch nutzen, um die Tasche zu komprimieren und sie damit schlanker zu machen.

Flache Gegenstände, wie zum Beispiel ein Handy, lassen sich idealerweise in der hinteren Tasche verstauen.

Hinten befinden sich Schnallen, die für die Aufnahme an Plattenträgern, Gürteln usw. gedacht sind.

Dies funktioniert mit einem passenden Konterstück, welches via Klett und Druckknöpfen verschlossen wird.

Alternativ lässt sich der Waist Bag auch an einem Rucksack, hier zum Beispiel den Multi Purpose Pack aus selbigem Haus, anbringen. Die Steckschließen ermöglichen ein blindes diskonektieren.

Wie schon eben erwähnt besteht die Fronttasche aus 4-Wege-Stretch. Das ist natürlich nichts für Messer, Lampen und andere harte Gegenstände, da dies das Material zu sehr beanspruchen würden auf Dauer, aber Gegenstände wie Handschuhe, Mütze oder auch Geldbörse sind hier bestens aufgehoben.

Billig vs. Teuer? Nicht ganz. Durch die Elastizität des Stretch-Materials lässt sich hier keine Metallöse, wie sie als Wasserablauf an der Hauptkammer zu finden ist, verbauen. Hier wurde der Rand vom Loch einfach vernäht.

Hat nicht jeder von uns ein kleines Geheimnis? Die E+R schon. Und das in Form einer, zur Körperseite hin befindlichen RV-Tasche.

Dies hat den Vorteil, dass man Wertgegenstände relativ gut versteckt mitführen kann. Ein ungewollter Fremdzugriff wird hierdurch ebenfalls erschwert.

Natürlich gehört zu jeder Bauchtasche auch ein Bauchgurt. Hier, 25mm breit, allerdings sehr spartanisch mit D-Ring und Dreisteg aus Metall.

Fixiert wird der Gurt dann ganz einfach mit einem G-Hock. Wobei, wenn ich ehrlich bin, genau dieses System jetzt desöfteren zu Problemen geführt hat beim Ein- und aushängen.

Nicht ganz so überzeugend- der elastische Loop am Gurt, welcher eigentlich die Spannung nehmen soll, aber, dadurch dass er wenig Spiel bietet, nicht wirklich viel bewirkt.

Wo ein Problem, da eine Lösung! Ich habe mir von TacticalTrim eine V-Buckle verbaut, dessen Stärke ein Magnetverschluss und Zughilfe ist.

Großer Stauraum! Hier haben nicht nur IFAK und EDC-Pouches und Co. Platz, sondern auch allerlei Kleinteile.

Fazit:
Der Preis, welcher in Europa bei etwa 150€ liegt, ist natürlich erstmal abschreckend - natürlich auch für mich. Da ich aber umbedingt für meinen Multi-Purpose-Pack eine Bauchtasche wollte und mir klar war, dass es nur die E+R werden kann, musste ich sie mir holen. Natürlich muss man beim Preis berücksichtigen, dass sie in den USA hergestellt wird. Trotzdem hätte ich einen etwas besseren Hüftgurt gewünscht, bei dem man imm schlimmsten Fall nicht damit zu kämpfen hat, den G-Hook in eine verformte Schlaufe zu fädeln.
Für das Hauptfach hätte ich mir noch eine Art Innenklett oder eine andere zusätzliche Organisationsmöglichkeit gewünscht.
Überzeugt hat mich am Ende aber das "Grey-Man-Design". DIe Tasche wirkt zwar in gewisser Weise taktisch, aber nicht übertrieben. Wem Ranger-Green allerdings nicht gefällt, der kann die Tasche entweder in Schwarz, Coyote, Multicam oder Grey/Rust kaufen.
Pro:
- schlichtes Design
- gute Organisationsmöglichkeit mit viel Stauraum
-Versetzte Reissverschlüsse verhindern, Front- und Deckelfach zu verwechseln
Kontra:
- nicht gerade günstig
- G-Hook als Schließe bereitet manchmal Probleme
- leider kein Innenklett o.ä. im Hauptfach für weitere Organisation
